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Antworten auf häufig gestellte Fragen

In diesem Dokument erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Password Guard v2.

Welcher Algorithmus wird für die Verschlüsselung der Kennwortdaten verwendet?
Gibt es ein Notfall-Kennwort, falls ich mein Masterpasswort vergessen habe?
Woher weiß das Programm, ob das Masterpasswort korrekt ist?
Könnte ein Hacker, der in meinen Computer einbricht, meine Kennwörter lesen?
Warum sollte man Password Guard überhaupt verwenden?
Was sollte beim Arbeiten mit der Windows-Zwischenablage beachtet werden?
Kann ich mit den Daten der Vorgängerversion weiterarbeiten?


Welcher Algorithmus wird für die Verschlüsselung der Kennwortdaten verwendet?

Mit Password Guard verwaltete Kennwortdaten werden jeweils mit dem Masterpasswort der entsprechenden Kennwortliste und dem 448bit starkem Blowfish-Algorithmus verschlüsselt.

Blowfish ist ein sehr schneller Algorithmus, der besonders auf 32-Bit-Prozessoren eine exzellente Performance bietet. Ein weiterer Vorteil ist seine variable Schlüssellänge von 32 bis zu 448 Bit.

Ein Blick in das Innere zweier Kennwortdatei zeigt, wie dies anhand der darin gespeicherten Daten aussieht:

 
Kennwortdatei #1 Kennwortdatei #2
Masterpasswort:
abcd1234
Masterpasswort:
MHVUmVdxquX

Wie Sie sehen können, unterscheidet sich der Inhalt der beiden Dateien völlig voneinander. Der Grund: Beim Verschlüsseln der Daten wurde jeweils ein anderes Masterpasswort verwendet, dass dann entsprechende Resultate bei der Verschlüsselung mit dem Blowfish-Algorithmus liefert.


Gibt es ein Notfall-Kennwort, falls ich mein Masterpasswort vergessen habe?

Nein. Die Kennwortdatei wird stets mit dem bei der Erzeugung vergebenen Kennwort verschlüsselt. Ein anderes Kennwort kann die verschlüsselten Daten nicht entschlüsseln. Wird ein falsches Kennwort zum Entschlüsseln verwendet, ergibt das Resultat stets nur Datenmüll.


Woher weiß das Programm, ob das Masterpasswort korrekt ist?

Sie wundern sich eventuell, dass obwohl nur Sie das Masterpasswort kennen, das Programm feststellen kann, ob beim Öffnen einer Kennwortliste ein korrektes Kennwort verwendet wurde. Woher weiß das Programm also, ob das Kennwort korrekt ist?

Password Guard kennt und speichert Ihre Masterpasswörter nicht. Um zu prüfen, ob das Kennwort zum Öffnen einer Kennwortliste korrekt ist, prüft das Programm ob sich ein bestimmter Bereich der Datei mit dem eingegebenen Kennwort entschlüsseln lässt und ein vordefiniertes Ergebnis zurückliefert. Ist dies das der Fall, wurde ein korrektes Kennwort eingegeben. Ist das Prüfergebnis falsch, ist ein ungültiges Kennwort verwendet worden und das Öffnen der Liste wird verweigert. Ein Öffnen der Liste mit einem ungültigen Kennwort würde zudem nur Datenmüll in den Datenfeldern liefern, da die Daten nicht korrekt entschlüsselt werden können.

Sollten Sie das Masterpasswort also einmal vergessen, kann niemand, außer durch Erraten des Masterpasswortes Ihre Kennwortliste öffnen.


Könnte ein Hacker, der in meinen Computer einbricht, meine Kennwörter lesen?

Ein Hacker bekommt maximal den verschlüsselten Inhalt der Kennwortdatei zu Gesicht. Der Angreifer müsste dann sämtliche Kennwortkombinationen durchtesten, um den Inhalt als Klartext lesen zu können und zuvor den speziell verwendeten Verschlüsselungsalgorithmus überwinden. Der Aufwand dafür beträgt je nach Länge des Masterpasswortes Jahrzehnte oder Jahrhunderte.

Die Entschlüsselung einer 15-stelligen Kennwort-Kombination aus Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben würde mit Hilfe eines modernen Computers über 800.000.000.000 Jahre dauern.


Warum sollte man Password Guard überhaupt verwenden?

Password Guard dient zur zentralen Ablage Ihrer gesamten Passwörter und anderer sicher zu verschlüsselnden Daten. Wenn Sie das Programm nutzen, müssen Sie sich nur noch ein einziges Passwort merken, nämlich das Masterpasswort Ihrer persönlichen Kennwortliste. Außerdem werden Ihre Daten extrem sicher gespeichert und können von niemand Anderem eingesehen werden.


Was sollte beim Arbeiten mit der Windows-Zwischenablage beachtet werden?

Die Zwischenablage von Windows, die die Befehle "Kopieren", "Ausschneiden", und "Einfügen" in jedem Programm unterstützt, speichert die hier gespeicherten Texte selbstverständlich unverschlüsselt. Theoretisch ist es dadurch aber möglich, dass ein Programm, das die Zwischenablage überwacht, hier sensible Daten abfangen könnte. Zum Schutz vor solchen Schadprogrammen ist also ein stets aktueller Virenschutz zu empfehlen. Daten in der Zwischenablage verschlüsselt abzulegen macht in dem Zusammenhang aber keinen Sinn, da beispielsweise bei Kennwortabfragen im Browser kein verschlüsselter Text akzeptiert wird sondern nur das unverschlüsselte Zugangskennwort. Password Guard v2 können Sie sicher ohne Benutzung der Zwischenablage verwenden, da hier die gespeicherten Kennwörter für Webzugänge nicht über die ungeschützte Zwischenablage weitergegeben werden.


Kann ich mit den Daten der Vorgängerversion weiterarbeiten?

Ja. Password Guard v2 enthält eine Funktion zum Importieren von Kennwortdateien der Vorgängerversion. Näheres ist im Produkthandbuch beschrieben.

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